Wissend is the new sexy.

Kategorie: Aus dem Nähkästchen Seite 1 von 2

Geliebte Objekte oder bin ich ein Messi und was wäre wenn es brennt?

Ab und zu bekomme ich einen Rappel und dann will ich ausmisten und aufräumen. Ich habe definitiv zu viele Sachen. Ich horte Unmengen von Stiften, Notizbüchern, Bücher und vor allem Krimskrams. Also habe ich mich in der vergangenen Woche dran gemacht, das Chaos zu sichten und mich wirklich von allem zu trennen, was nicht überlebensnotwendig ist. So total Marie Kondo mäßig. Am Ende reichen ja 5 Bücher und ein Stift, sagt sie doch, oder?

Vom Networken und Netchillen – eine Odyssee mit Happy End

Wenn man sich selbständig macht, ist einer der Ratschläge, der von allen Seiten kommt, sich zu vernetzen und sich zu zeigen. Das ist in Corona-Zeiten natürlich leichter gesagt als getan. Ich habe mich daran gewöhnt, dass man sich online trifft und während vor Corona mein Leben zu einem guten Anteil aus Reisen und Zug fahren bestand, ist die Aussicht mein wunderbares Büro zu verlassen heute überhaupt nicht verführerisch. Hinzu kommt, dass ich mit zunehmender Erfahrung immer kritischer werde, was Netzwerke betrifft. Von wegen Quality time und so. Die richtige Wahl ist nämlich gar nicht so einfach. Ich teile hier mal mit Euch, was meine Beobachtungen und Erfahrungen so sind.

Perfektionismus für Fortgeschrittene

Warum kann der Perfektionismus nicht einfach mal in der Cafeteria warten?

Ich zocke ergo sum

Vor einiger Zeit war ich als Gast bei einer Veranstaltung geladen, die jungen Menschen das Thema Selbständigkeit und Gründung näher bringen sollte. Es war eine komplette Projektwoche, organisiert von der HAWK in der es um Ideation, Design Thinking und vielerlei mehr ging. Das Ziel war eigene Ideen für eine Selbständigkeit auszuarbeiten und sich mit anderen darüber auszutauschen. Ich war als Beispiel für eine erfolgreiche Unternehmerin im Bereich Kultur- und Kreativwirtschaft dazu gebeten worden und erzählte ein wenig über meinen Werdegang und über mein Leben und meine Arbeit als Selbständige. Eine Frage aus dem Publikum war: Was machst du, wenn du eine Kreativitätsblockade hast? Ich antwortete wahrheitsgemäß: „Ich zocke.“

Der Hype und ich

Es gibt gefühlt andauernd irgendwelche Dinge, um die ein großer Hype gemacht wird. Meistens Bücher, Musik, Sendungen im Fernsehen oder auch Personen des öffentlichen Lebens. In den meisten Fällen finde ich das eher abschreckend, als dass es mich dazu bringt mich näher mit etwas zu beschäftigen. Aber manchmal folge ich dem Ruf der Sensation und bin nicht selten sehr enttäuscht. Ich habe mich mal gefragt warum ist das so? Also habe ich mal ein paar Hypes rausgesucht und sie und mich beleuchtet.

Verstehen und Verstanden werden – eine kleine Gedankenflut

Kapitel 1: Ich verstehe dich nicht

Ich habe eigentlich die komplette zweite Hälfte meines Studiums in der Kunsthistorischen Bibliothek als wissenschaftliche Hilfskraft gearbeitet. Die erste Bibliothekarin mit der ich dort zu tun hatte, war eigentlich ziemlich pfiffig, aber auch etwas eingebildet und eitel. Jedesmal, wenn jemand die Räume betrat, der aufgrund beispielsweise seiner Hautfarbe offensichtlich andere Wurzeln hatte als sie, hat sie unfassbar langsam und übertrieben laut mit diesem Menschen gesprochen. Ohne abzuwarten, ob er oder sie deutsch konnte oder nicht. Selbst wenn rauskam, dass betreffende Person offensichtlich des Deutschen evtl sogar besser mächtig war, als sie selbst, hat sie dieses Verhalten nicht ablegen können. Darauf angesprochen, war ihr das nicht mal bewusst, bzw. in Maßen hielt sie es für aufrichtiges Entgegenkommen. Ihr Wunsch war, dass sie verstanden wird und sie hat proaktiv alle Regler auf die passende Stufe gestellt, um dieses Ziel zu erreichen:

  • Verständnisebene Lautstärke (voll aufgedreht),
  • Einfache Sprache (voll aufgedreht),
  • Sprechgeschwindigkeit (voll runter gedreht)

Der Code ist Dokumentation genug

Es ist immer wieder interessant, Einblicke in andere Bereiche zu erhalten und so Gemeinsamkeiten oder auch Unterschiede zu beobachten. Manchmal kann man daraus für seine eigenen Bereiche Lehren ziehen. Ob das hier so ein Fall ist, weiß ich nicht, aber ich berichte gerne über meine Erfahrung mit Programmierern und über die Tätigkeit des Programmierens.

Unnützes Wissen, Fachkräftemangel, challenged based learning und warum ich eigentlich nach Holland auswandern müsste

Vor einigen Tagen war ich beim Tag der Lehre der Leibniz Universität Hannover als Graphic Recorderin gebucht. Das ist immer einer meiner Lieblingsjobs, weil Inhalt und Menschen sehr spannend sind. Auch diesmal. Neben der Beobachtung, dass Interdisziplinarität – vor einigen Jahren an den meisten Hochschulen in Deutschland noch verpönt – inzwischen, auch dank der Exzellenzcluster ein wichtiges Thema geworden ist, ist mir noch etwas anderes aufgefallen.

Die Vizepräsidentin für Lehre und Studium, Julia Gillen erwähnte, dass der klassische Ablauf in Universitäten wie folgt ist:

INPUT – LEHREN/LERNEN – OUTPUT/PRÜFUNG

Und jedem Anfang wohnt ein Zauber inne

Luise hat ja schon letzte Woche über gute Vorsätze geschrieben. Als erster Artikel des neuen Jahres liegt es natürlich nahe ebenfalls ein wenig in die Zukunft zu schauen. Witzigerweise habe ich, aufgeklärt und vernunftbegabt wie ich meistens bin, trotzdem jedes Jahr wieder ein Gefühl der Absolution, wenn der Kalender zurück auf den ersten Januar gedreht wird. Wie eine neue Chance Fehler des vergangenen Jahres noch mal zu überdenken und es im neuen Jahr besser zu machen. Ein bißchen wie früher, wenn nach den großen Ferien ein neues Schuljahr begann mit all den neuen und unberührten Heften und dem festen Vorsatz es diesmal ordentlicher zu füllen. Mein Thema ist daher Neuanfang kombiniert mit Reflexion. Ich habe am 27.12. begonnen diesen Artikel zu schreiben, während das alte Jahr in einem dichter werdenden Nebel aus verblassenden Erinnerungen verschwindet und das neue Jahr – wie bei einem Caspar David Friedrich Gemälde – bereits die ersten Sonnenstrahlen durch den Dunst schickt.

Verständlichkeit – Relevanz – Vergnügen und Respekt. Mein Erfolgsrezept für Wissensvermittlung

Ich war eingeladen bei Vizthink Rheinmain über meine Erfahrungen rund um das Thema Wissensvermittlung zu sprechen. Wenn so eine Anfrage im Raum steht, mache ich mir viele Gedanken. Das Wichtigste ist mir immer, dass die Zuhörenden etwas mitnehmen, das hilft oder zumindest ein Denkanstoß ist. Also habe ich angefangen wild meine Ideen und Gedanken auf zu schreiben um sie anschließend zu sortieren. Das funktioniert stets sehr gut bei mir. Was dabei heraus gekommen ist, möchte ich gerne mal hier teilen:

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