Wissend is the new sexy.

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BUCH DER WOCHE NR. 13 – Grant Snider – I will judge you by your bookshelf

Kennt Ihr diese Bücher, die einen autobiographischen Anstrich haben und man meint, wenn man mit diesem Autor mal einen Kaffee trinken würde, hätte man eine verdammt gute Zeit? So eins möchte ich heute vorstellen.

I will judge you by your bookshelf von Grant Snider. Ich liebe seine  Zeichnungen, seinen Stil, seine Farbwahl, aber vor allem seinen Witz und seine Intelligenz und seine Ideen. Ach ja und sein Talent, alles und jedes in kleinen Bildgeschichten auf den Punkt zu bringen. Ich werde sicherlich noch weitere Werke von ihm hier vorstellen, denn „The Shape of Ideas“ ist Kreativitätsanalyse in schön und lesbar und überhaupt. Heute, in Anlehnung an meinen Artikel von Montag aber erstmal seine Sammlung für alle, die Bücher lieben. Jede_r Bücherliebhaber_in wird sich darin wieder finden, das garantiere ich euch.

Lebenslanges Lesen – ein Fass ohne Boden – oder warum ich gerade ob der Endlichkeit der Zeit mächtig frustriert bin.

Ihr werdet es merken – ich bin gerade grummelig. Also so richtig tief seufzend, laut durch die Nase ausatmend schlecht drauf. Die Ursache dieser Unzufriedenheit mit dem Leben als solchem ist ein Stapel Bücher. Eigentlich sind es sogar zwei Stapel. Ein physischer hier in Zehn Vorne (wie ich unser großes Zimmer im Studio getauft habe) und ein digitaler mit dem Titel Buchwunschliste als Datei auf meinem Rechner.
Ich habe schon als Kind offensichtlich meine ganz persönliche Büchse der Pandora geöffnet, als ich unbedingt alle Bände von Trixie Belden und Geheimnis um… von den Drei Fragezeichen gar nicht erst zu schreiben – haben wollte und nun bin ich gefangen in einer Sucht nach papierenen und zwischen zwei Buchdeckel gepackten Wunderwerken der Druckkunst und einer wahnsinnigen Gier nach immer mehr coolen Büchern von faszinierenden Menschen mit Leben, Worten und Liebe gefüllt. Bücher voller fesselnder Geschichten, interessanten Infos oder einfach nur grandioser Bilder. Ich finde sogar Kochbücher spannend und Comics und Atlanten sowieso und wenn ich Kinderbücher in die Finger bekomme und Bastelbücher und…. AAAAHHHH.

WissVibes 2021 – Was wir mitgenommen haben

Am 17. und 18. September 2021 fanden zum zweiten Mal die WissVibes statt. Das Barcamp zum Thema Wissenskultur. Aufgrund der Pandemie nicht in Präsenz sondern online, aber mit viel Raum zum Netzwerken und sich kennenlernen, für Austausch und Inspiration.

Was nimmst du mit,…

BUCH DER WOCHE Nr. 8 Dunkle Materie und Dinosaurier von Lisa Randall

Wenn ich gefragt werde, was das Wichtigste im Leben ist, dann antworte ich meistens Gesundheit und Zeit. Manchmal antworte ich auch Eiscreme, aber das hängt dann mit meinem Gemütszustand zusammen. Aber Gesundheit ist das allerwichtigste Gut und Zeit einfach eine sehr endliche Ressource, die weise eingesetzt werden sollte. Deswegen hasse ich Bücher die einzig und allein dem Zweck zu dienen scheinen, dass der Autor oder die Autorin in größtmöglicher Fremdwortdichte und von vorne bis hinten gespickt mit Terminologie, zeigen, wie viel schlauer und wissender sind, als alle anderen Menschen auf diesem Planeten, ach was sag ich, als alles intelligente Leben im Universum. Das ist für mich einfach respektlos und dreist. Ich gebe ihnen ja das zweitwichtigste was ich habe, meine Zeit und hoffe, dass ich einen Mehrwert daraus ziehe, diese Entscheidung getroffen zu haben. Inzwischen schmeiße ich Bücher, die ich nicht kapiere in die Ecke und vergesse sie einfach. Früher habe ich mich dadurch gequält und den Fehler bei mir und meinen kognitiven Fähigkeiten gesucht. Aber das war dann schlecht für mein allerwichtigstes Gut – meine Gesundheit. Ärger und Frustration sind der Gesundheit nämlich nicht förderlich.

Surfen auf dem Ozean des Wissens – oder Was Jurassic Park III, die älteste Papiermühle Deutschlands, die Geschichte der Forstwirtschaft, eines der frühesten Porträtgemälde und die vom Teufel geschaffene Antiwelt mit einander zu tun haben…

Ich bin noch nie wirklich auf Wellen im Wasser gesurft. Nach einer traumatischen Wasserski-Begebenheit in Kindertagen, zieht es mich auch nicht wirklich zu dieser Aktion. Aber ich bin Weltmeisterin im … TADA: vernetzten Wissenssurfen. Von der wunderbaren Doro Ottermann habe ich nämlich gelernt, dass es wichtig ist, einen guten Namen für etwas zu finden und schon wird es ernst genommen.

Tatsächlich ist es so, dass ich beim surfenden Nachschlagen im Internet konkurrenzlose Meisterin der ultimativ krassesten Suchverläufe bin. Ein Beispiel gefällig?

BUCH DER WOCHE Nr. 4 Wonderlands von Laura Miller

Mein heutiger Buchtipp Wonderlands. Die fantastischen Welten von Lewis Carroll, J.K. Rowling, Stephen King, J.R.R. Tolkien, Haruki Murakami u.v.a. Eine reich bebilderte Reise durch 3000 Jahre Literaturgeschichte von Laura Miller verbindet mehrere Leidenschaften miteinander. Ich liebe Übersichten und kurze Zusammenfassungen, ich liebe illustrierte Bücher und ich liebe Mythen, Legenden, Sci-Fi und fantastische Literatur, schon seit ich überhaupt lesen kann. Als ich zufällig auf das Buch gestoßen bin, war ich sofort hin und weg.

Ach, da habe ich auch schon mal was drüber gehört – meine ich zumindest

Aktives und passives Wissen und wie es mich zum Grübeln bringt

In meinem Leben gibt es immer wieder Momente, wo ich mit dem Unterschied zwischen aktivem und passivem Wissen konfrontiert wurde.

Früher, in einem gefühlt anderen Leben, habe ich viele Jahre lang einen Kurs an der Volkshochschule unterrichtet. Die Geschichte der Kunst – von der Höhlenmalerei bis in die Gegenwart. Dabei habe ich einiges von dem Wissen aus meinem Studium eingebaut (ich habe ja unter anderem Kunstgeschichte, Klassische Archäologie und Mittelalterliche Geschichte studiert) aber den Schwerpunkt im jeweiligen Zeitalter immer auf die Sachen gelegt, die ich besonders spannend fand. Der Kurs war immens beliebt und hat mir und offensichtlich auch den Teilnehmenden immer viel Spaß gemacht. Im allerersten Kurs anno 2003, dachte ich, dass es eine total tolle Idee ist, am Ende von dem 12 Wochen dauernden Kurs eine kleine Abfrage zu machen, die etwas aus jeder Stunde aufnimmt.

Last Chance to See - Douglas Adams & Mark Carwardine

BUCH DER WOCHE NR. 1 – Last chance to see – von Douglas Adams

Meine erste Buchempfehlung stammt von Douglas Adams – Nerds wie ich denken natürlich sofort an „Per Anhalter durch die Galaxis“, sagen dann 42 oder kichern bei der Erinnerung an Dirk Gently und das Sofa mitten im Treppenhaus, das so da nie hätte hin kommen können. Tatsächlich ist dieser britische Autor aber weitaus vielfältiger, als so mancher denken mag. Ab Mitte der 80er Jahren unternahm er zahlreiche Reisen rund um die Welt, zusammen mit dem Naturfotografen und Zoologen Mark Carwardine. Ziel war es Tierarten, die stark vom Aussterben bedroht sind, zu beobachten und über sie zu berichten. Daraus geworden ist eine mehrteilige Radiosendung und eben das Buch, das ich hier vorstellen möchte.

Last Chance to See – auf deutsch Die letzten ihrer Art

Aus Tanja Sudelbuch – Die Magie des geschriebenen Wortes

Als ich klein war – vielmehr jung, klein bin ich ja immer noch – ungefähr in dem Alter, wo man gerade so schreiben konnte, waren meine liebsten Beschäftigungen basteln, malen, zeichnen und wehe, wenn man mich in die Nähe des Flüssigklebers gelassen hat. Während ich also meine aufwendigen Collagen erstellte oder Ziehharmoniker-Dackel gebastelt hab, liefen in Dauerbeschallung Märchenkassetten. Ich hatte etliche Märchen, die für mich wahnsinnig aufregend waren. Allerleirauh zum Beispiel oder Kalif Storch war so eines. Und jedesmal, wenn die Stelle kam, an der das Wort für die Verwandlung benötigt wurde, aber nicht mehr gewusst wurde, habe ich sooo sehr mitgelitten. Aber ich hatte Abhilfe geschaffen. Auf dem Boden der Schublade meines Kinderzimmer-Nachtischchens stand in kritzeligen Filzstiftbuchstaben Mutabor. Handgeschriebenes merkt man sich offenbar besser 🙂 Und weil das offensichtlich half, stand in ebenfalls wackelig geschriebenen Worten auf meine Black-Beauty-Tapete, mit einem Oxer über den der schwarze Hengst gerade sprang als Hilfslinie „Lauf Bambi lauf der Jeger will dich holen.“ Umlaute konnte ich da wohl noch nicht. Offensichtlich ging es mir dann besser. Die Magie des Schreibens eben. Kennst du sowas auch?

Matrix – eine Love-Story in 6 Akten

Wenn ich das Wort Matrix höre, ist meine allererste Assoziation, also die, bevor das Gehirn startet, der Film. Teil 1 mit Keanu Reeves in diesem Outfit, mit dieser Brille und Lawrence Fishburne als Morpheus, der Gott des Schlafes, Bruder des Todes. Aber ich schweife ab. Wenn dann also mein Hirn auf Betriebstemperatur gekommen ist, fallen mir unzählige Methoden ein, die mit Hilfe einer Matrix versuchen, etwas besser zu durchdringen, weil es vorher undefiniert war, danach in eine Kategorie gehört und damit nicht mehr im leeren Raum des Unkonkreten herumdümpelt, sondern dank einer Verortung nun abgearbeitet ist. So frei nach dem Motto: Schublade auf, rein, Schublade zu und aus den Augen aus dem Sinn. Doch da frage ich mich: Ist das wirklich so? Ist mit dem Ablegen an einer bestimmten Stelle im Koordinaten-System der Matrix, der Drops gelutscht? Ich habe mir mal ein paar der Matrixen vorgenommen, die ich schon sehr einleuchtend finde. Und möchte auch eine zeigen, die ich gebaut habe, um relevantes Wissen sichtbar zu machen.

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