Wissend is the new sexy.

Autor: Tanja Wehr Seite 1 von 4

Working 9 to 5

Super jetzt habe ich mir selbst einen Ohrwurm verpasst. Eigentlich soll es aber nicht um Ohrwürmer in diesem Artikel gehen, sondern um Arbeitszeiten.

Als ich angefangen habe im kreativen Bereich zu arbeiten, habe ich viel Grafik Design gemacht und die meisten Aufträge waren sehr kurzfristig fertig zu stellen. Das hat dazu geführt, dass ich sehr viele Bücher und Blogs gelesen habe, in denen es darum ging wie man – quasi auf Knopfdruck – Kreativität abrufen kann und Ideen bekommt. Eine Empfehlung aus dieser Zeit ist das Buch „A technique for producing ideas“ von James Webb Young. Erstmals publiziert vor fast 100 Jahren und in den 60ern als Buch veröffentlicht, bringt es kurz und knapp den typischen Prozess auf den Punkt, wie man eine Idee bekommt. Erstens sagt er, dass jede neue Idee nur die Kombination bereits bekannter Ideen oder alter Ideen ist. Neben vielen anderen Erkenntnissen wie dieser, teilt er aber auch seine Methode eine Idee zu bekommen:

5 Schritte sind dafür nötig und tatsächlich verhält es sich ganz oft bei mir genauso:

  1. Sammel alles an Informationen, die du brauchst um das Thema und deinen Arbeitsauftrag zu verstehen
  2. Filtere und sortiere diese gesammelten Schätze – Prioritäten bilden
  3. Mach etwas komplett anderes – geh spazieren, duschen oder schau einen Film
  4. Heureka die Idee ist da
  5. Gibt deine „new born baby idea“ der Kritik von anderen preis und schau ob du und deine Idee das überleben 🙂 Also wie anwendungsfreundlich bzw. nutzerfreundlich ist das Ganze.

Klingt auf dem Papier recht einfach. Doch wie kann man das in seinen täglichen Arbeitsrhythmus einbauen? Die Antwort ist: Ich arbeite nicht 9 to 5 sondern eher 9 to 9 oder in meinem Fall eher von 10 bis 1 Uhr morgens und ich mache mehrere längere Pausen.

Einer der wunderbaren Vorteile des Selbständigseins ist ja die völlig autonome Zeiteinteilung. Der eigene Biorhythmus jubiliert und als „Kreativarbeitende“ habe ich auch von Kundenseite sehr viel Verständnis, dass ich andere Arbeitszeiten habe, als Behörden oder die klassischen Kernarbeitszeiten deutscher Unternehmen. Im Homeoffice vor vielen Jahren habe ich das schon gemerkt, dass ich morgens eigentlich sehr gut nervige Dinge wegarbeiten kann, dann eine Phase habe, um Kraft zu sammeln für die nächsten Aufgaben und eine sehr produktive Phase zwischen 22 Uhr und 1 Uhr morgens habe, wo alles still ist, keine Mails rein kommen oder mein Telefon klingelt. Dafür mache ich aber auch teilweise 3 stündige Pausen, in denen ich lese, spiele oder tatsächlich mal einen Film schaue.

Wenn ich das nun reflektiere, merke ich, dass das quasi ein tägliches Durchleben der 5 Schritte von James Webb Young ist. Inklusive Schritt 3 – mach was komplett anderes. Und ich merke, das funktioniert für mich sehr gut. Das liegt aber sicherlich daran, dass ich erstens eine sehr schöne inspirierende Arbeitsumgebung habe und zweitens einen Job, der mich meistens mit Energie füllt, statt mir welche zu rauben. Außerdem bin ich eine Eule und kann sehr gut in der Nacht arbeiten.

Hinzu kommt auch noch der Erfolg der Methode. Wenn ich tatsächlich mit einem Entwurf hänge, eine Pause mache und dann wieder an den Arbeitstisch gehe, kommt sehr oft eine komplett neue Idee und die ist es dann.

Wichtig ist aber auch und das habe ich in drei Jahren Homeoffice am Anfang meiner Selbständigkeit gemerkt, eine räumliche Trennung von Arbeits- und Privatleben zu haben. Und zu Hause tatsächlich nicht mehr zu arbeiten sondern nur noch privat zu sein.

Die Vorstellung wieder in einem Unternehmen beschäftigt zu sein, mit dieser berühmt berüchtigten 8 Stunden inklusive kleiner Pausen Arbeitszeit, würde für mich nicht mehr produktiv funktionieren.

Wie sieht es bei dir aus? Hattest du schon mal die Möglichkeit völlig frei zu entscheiden, wann du wie lange arbeitest?

p.s. falls du auch durch den Titel auch einen Ohrwurm hast: Hier geht’s zum Lied mit komplettem Text la la la 🙂 und das Bild von Paris stammt von Andri Wyss.

Newsletter-Euphorie und Save the date 29. Juli

Newsletter polarisieren gefühlt immer sehr. Die einen hassen sie und halten sie für überflüssig, die anderen abonnieren nur dann Newsletter, wenn sie einen 10% Rabatt auf die erste Bestellung mit sich einher bringen und dann gibt es noch die, die viele abonniert haben aber gar nicht dazu kommen sie alle zu lesen, bis auf die zwei die wirklich toll sind und einen Mehrwert bieten und auf die man sich freut, wenn sie im Postfach erscheinen.

Genau so einen Newsletter wollen wir für euch bauen. Denn wir haben ständig noch eine Info oder einen Tipp, die noch geteilt werden sollte, die aber nirgends hin passen und zu wenig sind für einen eigenen Artikel. Was also tun mit den Fundstücken und Minischätzchen? Genau – wir schreiben einen Newsletter.

Zu den Formalitäten. Wir planen einen Newsletter pro Quartal und da dies hier ein kollektiver Blog ist, ist das natürlich auch ein kollektiver Newsletter. Soll heißen: Jede/r von uns teilt fünf Dinge mit Euch, die er oder sie teilenswert findet. Das kann eine Podcastfolge, ein Event oder ein Gedanke sein. Irgendwas, was im letzten Quartal bemerkenswert war. Daneben gibt es auch Ankündigungen für Events, die wir organisieren. Also, wenn du dich für die Frühen Eulen interessierst, findest du im Newsletter immer den Termin für die nächsten Eulen.

Abonnieren kannst du ihn hier und den ersten verschicken wir am Freitag 29.07. Nachmittag, damit du das sehr sonnig angekündigte Wochenende inspiriert und informiert beginnen kannst.

Ach ja und das ist kein Marketingtool, und das ist uns wichtig. Wir verkaufen dir nichts und es gibt auch keine versteckten Inhalte, die du nur dann bekommst, wenn du unsere vier Trillionen Euro teure Weiterbildung buchst und ein lebenslanges Abo abschließt. Du kannst den Newsletter jederzeit wieder kündigen.

Geliebte Objekte oder bin ich ein Messi und was wäre wenn es brennt?

Ab und zu bekomme ich einen Rappel und dann will ich ausmisten und aufräumen. Ich habe definitiv zu viele Sachen. Ich horte Unmengen von Stiften, Notizbüchern, Bücher und vor allem Krimskrams. Also habe ich mich in der vergangenen Woche dran gemacht, das Chaos zu sichten und mich wirklich von allem zu trennen, was nicht überlebensnotwendig ist. So total Marie Kondo mäßig. Am Ende reichen ja 5 Bücher und ein Stift, sagt sie doch, oder?

BUCH DER WOCHE Nr 45 Network Thinking von Ulrich Weinberg

Einer der Megatrends, die das Zukunftsinstitut benannt hat, ist Individualisierung. Auf der anderen Seite und auf den ersten Blick diametral, gibt es die immer stärker bewertete Wichtigkeit von Netzwerken. Was ist nun aber ein Individuum im Netzwerk? Da wir ja nicht von den Borg aus Star Trek assimiliert werden, kann der einzelne Mensch in jedem Netzwerk ein entscheidender Faktor sein. Meine Meinung. Und deswegen sind die beiden Trends keine sich gegenseitig ausschließende Angelegenheit, sondern vielmehr eine sich potentiell wechselseitig befruchtende Win-Win-Situation.

Vom Networken und Netchillen – eine Odyssee mit Happy End

Wenn man sich selbständig macht, ist einer der Ratschläge, der von allen Seiten kommt, sich zu vernetzen und sich zu zeigen. Das ist in Corona-Zeiten natürlich leichter gesagt als getan. Ich habe mich daran gewöhnt, dass man sich online trifft und während vor Corona mein Leben zu einem guten Anteil aus Reisen und Zug fahren bestand, ist die Aussicht mein wunderbares Büro zu verlassen heute überhaupt nicht verführerisch. Hinzu kommt, dass ich mit zunehmender Erfahrung immer kritischer werde, was Netzwerke betrifft. Von wegen Quality time und so. Die richtige Wahl ist nämlich gar nicht so einfach. Ich teile hier mal mit Euch, was meine Beobachtungen und Erfahrungen so sind.

BUCH DER WOCHE 41: Dungeons und Workouts

Eigentlich wollte ich ein ganz anderes Buch vorstellen, aber dann ist mir zufällig Dungeons und Workouts von Gino Singh, Hauke Gerdes, Matthias Ralf und Kai Kistenmacher in die Hände gefallen.
Der Untertitel lautet: Vom Lauch mit Bauch zum Held von Welt. 

Ich zocke ergo sum

Vor einiger Zeit war ich als Gast bei einer Veranstaltung geladen, die jungen Menschen das Thema Selbständigkeit und Gründung näher bringen sollte. Es war eine komplette Projektwoche, organisiert von der HAWK in der es um Ideation, Design Thinking und vielerlei mehr ging. Das Ziel war eigene Ideen für eine Selbständigkeit auszuarbeiten und sich mit anderen darüber auszutauschen. Ich war als Beispiel für eine erfolgreiche Unternehmerin im Bereich Kultur- und Kreativwirtschaft dazu gebeten worden und erzählte ein wenig über meinen Werdegang und über mein Leben und meine Arbeit als Selbständige. Eine Frage aus dem Publikum war: Was machst du, wenn du eine Kreativitätsblockade hast? Ich antwortete wahrheitsgemäß: „Ich zocke.“

BUCH DER WOCHE NR. 40 – Die Buchhandlung der Wünsche von Shinsuke Yoshitake

Es gibt Wochen in denen habe ich wirklich einiges an Zeit um zu lesen. Oder sagen wir vielmehr es gibt Wochen in denen ich meine Prioritäten so umstelle, dass ich Zeit habe, um zu lesen. Leider gibt es auch Wochen in denen ich so viele ToDos habe, dass ich keine Zeit frei schaufeln kann. Höchstens mal 5 Minuten zwischendurch oder 10 Minuten vor dem Einschlafen um meinen Kopf frei zu bekommen. In solchen Phasen habe ich auch keine Nerven ein Fachbuch zu lesen oder einen spannenden Krimi, also muss es etwas sein, was in kleinen Häppchen zu konsumieren ist, mir Freude macht und einfach gut tut. Dafür habe ich eine ganze Reihe von Comics, Graphic Novels oder Bilderbüchern, die genau das schaffen: mich mit einem seeligen Wohlfühlseufzer einschlafen lassen.

Der Hype und ich

Es gibt gefühlt andauernd irgendwelche Dinge, um die ein großer Hype gemacht wird. Meistens Bücher, Musik, Sendungen im Fernsehen oder auch Personen des öffentlichen Lebens. In den meisten Fällen finde ich das eher abschreckend, als dass es mich dazu bringt mich näher mit etwas zu beschäftigen. Aber manchmal folge ich dem Ruf der Sensation und bin nicht selten sehr enttäuscht. Ich habe mich mal gefragt warum ist das so? Also habe ich mal ein paar Hypes rausgesucht und sie und mich beleuchtet.

BUCH DER WOCHE Nr. 37 – Mikroorgasmen überall

Ich bin auf dieses Buch aufmerksam geworden, weil mir zunächst einmal das Cover gefallen hat – nicht der Titel – Schelm, der hier etwas zweideutiges denkt… ich lass das einfach mal so im Raum stehen – schmunzelnd.

Das zweite war der erste Satz des Klappentexts auf dem Rücken

Von der Raffinesse und Mannigfaltigkeit der Natur vor unserer Haustür

Das dritte was meine Aufmerksamkeit weckte war der Autor Dominik Eulberg – Techno-DJ, Biologe und Naturschützer – ich steh ja auf ungewöhnliche Mischungen.

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