Wissend is the new sexy.

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BUCH DER WOCHE Nr. 41: Das Leuchten im Grenzland von Pirmin Beeler

Dieses Buch stand auf keiner Liste und ich hatte es kein bisschen auf dem Schirm. Bilderbücher und Graphic Novels passieren bei mir wahrscheinlich eher, als dass ich gezielt nach ihnen suche. Ich stöberte durch einen Comicladen, auf der Suche nach einem schönen Geschenk und da stand es, ganz am Rand eines Regals. Fast versteckt. Das Weiche der verflossenen, gedeckten Aquarellfarben und die harten Kanten der groben Zeichnung fing meinen Blick.

Wenn Obst, Gemüse und Zahlen durcheinander tanzen

Samstag ist Markttag. Für mich gibt es einen festen Obst- und Gemüsestand an dem Kräuter, Spargel oder was auch immer gerade Saison hat, gekauft werden. Ich hege einfach Sympathien für den jungen Mann, der dort immer noch mal eine Orange oder Banane oben drauf legt. Seit einigen Wochen wird ein neuer Mitarbeiter angelernt, er wiegt sorgfältig die Waren, nuschelt Zahlen, hält immer wieder inne und geht alle Preise noch einmal im Kopf durch. Ich merke seine Unruhe während er im Kopf alle Summen addiert.

BUCH DER WOCHE Nr. 38: Am Montag werden sie uns lieben von Najat El Hachmi

Am Montag werden sie uns lieben ist ein Roman über Sehnsucht. Über den Wunsch das eigene Leben selbst zu bestimmen und zu gestalten. Das Buch gibt Einblick in eine Lebensrealität, die mir fremd und doch bekannt vor kommt. Die Protagonistin berichtet über ihr Erwachsen werden im Spannungsfeld zwischen Erwartungen verschiedener Kulturen, sozialen Klassen, Bildungsschichten und Rassismus.

BUCH DER WOCHE Nr. 34: Offene See von Benjamin Meyers

Das Buch der Woche ist eine Geschichte über die Möglichkeitsräume, die abgelegte Erwartungen schaffen. Festgeschriebene Erwartungen an Bildungswege, die durchbrochen werden können: weil es den Raum dafür gibt. Der Roman “Offene See” ist gefüllt von schweren Themen, wie psychischen Erkrankungen, Suizid, dem zweiten Weltkrieg, Nationalsozialismus, Armut und gleichzeitig voll mit Leichtigkeit und vibrierenden Bildern der britischen Landschaft. In dieser Bildungsgeschichte geht es um freie Entfaltung, neue Lebensentwürfe und eine damals unwirkliche Bildungskarriere. Durch den Zuspruch und Enthusiasmus einer Zufalls- vielleicht eher Schicksalsbekanntschaft. 

Event-Bericht: BitKom Bildungskonferenz 2022

Vorne weg und ganz ehrlich: vielleicht liegt es nicht an dir, vielleicht liegt es an mir. Eventuell bin ich von einem Schwung Barcamps, Meetups und Community-Treffen so verwöhnt, dass ich in Konferenzen nicht mehr rein passe. Es besteht auch die Möglichkeit, dass ich den wertschätzenden und offenen Austausch mit tatsächlich Interessierten und Beschäftigten in den jeweiligen Bereichen mit so viel Mehrwert verbinde, dass es mir nun einfach schwer fällt einem Vorstand oder Geschäftsführer bei seinem irgendwo abgelesenen Monolog zuzuhören. Es besteht die Möglichkeit, dass ich an Tag zwei etwas wütend bin, dass über die Möglichkeiten und Innovationen der Digitalisierung in der Bildung gesprochen werden soll und dass innerhalb einer staubigen eins zu eins ins Digitale übersetzte Konferenz stattfinden soll.
Wie gesagt, vielleicht liegt es an mir und nicht an dir, liebe BitKom Bildungskonferenz 2022.

BUCH DER WOCHE Nr. 31: Jeden Tag Spaghetti von Lucia Zamolo

Wir können viel voneinander lernen, vor allem dann wenn wir uns aufmerksam zuhören. Manchmal ist es schwierig von Menschen zu erwarten, dass sie uns ihre Weltsicht und Erfahrungen erläutern. Daher finde ich es mutig und toll, wenn Autor:innen ihre persönlichen Geschichten in Büchern aufarbeiten. Im Fall des Bilderbuches “Jeden Tag Spaghetti” geht es um Rassismus-Erfahrungen.

Event-Bericht: Barcamp “Weiterbildung neu denken”

In der letzten Woche am 15.2.2022 fand das Barcamp “Weiterbildung neu denken” statt. Ich möchte hier auf dem Blog die Möglichkeit nutzen Euch auf das Barcamp aufmerksam zu machen, erzählen wie es organisiert war und welche Gedanken ich mir dazu gemacht habe. Das kurze Fazit vor den langen Ausführungen: Toll, dass es unterschiedliche Räume gibt, in denen ich mit unterschiedlichen Perspektiven auf ein Thema gucken kann, dass mich beschäftigt: Bildung.

BUCH DER WOCHE Nr 27.: Überwintern von Katherine May

Die Temperaturen gerade passen, hier in Niedersachsen, nicht wirklich zum eigentlichen kalendarischen Winter. Die Frühblüher sprießen aus dem Boden und die Vögel singen als sei der Frühling bereits in vollem Gange. Eigentlich lässt es mich den Kopf schütteln und sorgt bei mir für etwas Sorge. Doch gerade passt es auch zu dem Gefühl mit dem mich “Überwintern” von Katherine May zurückgelassen hat: Zuversicht.

Alltagsbewältigung in Frage stellen

In meinem letzten Artikel über informelles Lernen schrieb ich über meine Betrachtung der Lernens, das uns nicht bewusst ist oder wird. Dabei nutzte ich den Vergleich Lernen sei eine Form der Alltagsbewältigung. Lebensbewältigung schon fast. Dieser Begriff hallt auch dann noch in mir nach, wenn ich mir die Frage stelle, warum es mir selbst so schwer fällt auf die Frage “Was habe ich gelernt?” zu antworten. Vor einem Problem stehen ist ein großer Moment, es knackt und zwirbelt. Doch wenn es läuft, dann läuft es. Dann wird kein Gedanke mehr an die Lern- und Lösephase verschwendet. Wie mache ich mir also bewusst, was ich gelernt habe oder kann?

(ungelesenes) BUCH DER WOCHE Nr.23: Überwintern von Katherine May

Ein Buch, das ich noch nicht gelesen habe und dennoch verschenken würde… 

Da stelle ich gewisse Erwartungen an das Buch: entstanden durch das Cover, den Klappentext und Empfehlungen. Für mich sind vor allem die Empfehlungen bedeutend. Ein Buch, das ich tatsächlich dieses Jahr überlegte ungelesen mehrfach zu bestellen und in die Hände von Herzmenschen zu legen, ist “Überwintern” von Katherine May. Dann habe ich das Buch doch erstmal nur einmal bestellt, um es selbst zu lesen bevor ich es verschenke… Guess what, ich habe es in Geschenkpapier gewickelt und verschenkt, ohne es selbst gelesen zu haben. Als erstes erzähle ich die Geschichte, wie ich Buch-Empfehlungen sammle und komme dann später auf das Buch. So zumindest der Plan. Mal schauen, kann genauso schief gehen wie ungelesene Bücher verschenken.

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