Wissend is the new sexy.

Autor: Katherina Buettner Seite 1 von 3

BUCH DER WOCHE Nr. 39: Atomic Habits von James Clear

Ich bin ja ein großer Fan vom „Chasing Excellence“ Podcast – 2 Typen unterhalten sich über Sport, Gesundheit, Mindset, „gutes“ Leben. Der eine von ihnen, Ben Bergeron, ist der Selbstoptimierer schlechthin, der jeden morgen um 5.30 aufsteht, Atemübungen macht, stretcht, sich mit Philosophie beschäftigt, alle Mahlzeiten frisch einnimmt, und um 18.00 Uhr zuhause ist, um mit seiner Familie zu essen – aber ganz bestimmt ohne Popcorn, Eis und Netflix… so der Eindruck. Atomic Habits von James Clear erwähnen die beiden immer und immer wieder.

Ich dagegen sitze in Jogginghose auf dem Balkon und schreibe kurz vor knapp eine Buchrezension…denn ohne genug Druck komme ich dieser Tage nicht in die Gänge. Ich scheitere (noch) daran, genug Bücher zu lesen, und mir fallen stündlich Dinge ein, die ich mir doch angewöhnen könnte und dann verwerfe sie, nachdem ich sie eine bis mehrere Wochen von einem Tag zum nächsten als unerledigtes To Do schleppe. Trotzdem ist Atomic Habits für mich ein Augenöffner für menschliches Verhalten: Warum die einen Dinge so unfassbar schnell und unbewusst zur Gewohnheit werden und andere… eben nur mit ein Paar Kniffen. Worum geht es? Es ist einfache Verhaltensbiologie, um nicht zu sagen: Klassische Konditionierung – die häufig automatisch abläuft aber bewusst gemacht auch zu unseren Gunsten funktionieren kann. Und wie das geht, erklärt das James Clear in Atomic Habits.

Ist die Stimme in deinem Kopf Kritiker oder Coach? Klingt sie wie Morgan Freeman oder Captain Janeway?

Erinnert ihr euch noch an Scrubs? JD („Jay-Dee“) ist darin der Hauptprotagonist und dessen gedanklichen Selbstgespräche führen das Publikum durch den Alltag einer Ärzte Clique in einem amerikanischen Krankenhaus – mit allem Chaos, Drama, Witz und Charme. Ich persönlich erkenne mich beim inneren Dialog des teils unsicheren, emphatischen, verpeilten Arztes wieder und bis vor kurzem dachte ich, dass jeder Mensch eine innere Stimme hat bzw. hört. MIT NICHTEN! Hier scheiden sich nämlich die Geister, im wahrsten Sinne des Wortes. Während die meisten in meiner nicht repräsentativen Mini-Umfrage diesen inneren Kommentierenden kennen, fiel eine Freundin völlig aus den Wolken: „Ich hielt JDs Selbstgespräche immer für eine völlig absurde (wenn auch unterhaltsame) Idee! Wie soll man bei dem ganzen Gelaber einen klaren Gedanken fassen?!“.

Egal, ob du nun tatsächlich eine Stimme hörst oder nicht, spielt der innere Kritiker/die innere Kritikerin oder Schweinehund eine große Rolle bei den angeblich bis zu 35.000 Entscheidungen, die du am Tag triffst* – und kann sich positiv oder negativ auswirken. Auch darum soll es in diesem Artikel gehen.

BUCH DER WOCHE Nr. 35: Bienen von Sabine Müller-Waltle

Ich wünschte es gäbe alle Sachbücher im Comic-Style! Sabine Müller-Waltle ist Illustratorin und Graphic Recorderin und hat ein Herz für Bienen – mit 2 eigenen Bienenvölkern im Garten und diesem 68-Seiten-Büchlein tut sie „ihren Teil für den Erhalt des in ihren Augen wichtigsten Nutztieres“ – und wir? Wir können die herrlich aufbereiteten Daten, Fakten und Fun Facts zur Biene wie ein Honigbrot verschlingen! Dabei sind die Wissensbissen mit so wunderbaren Bienencharaktern gespickt, dass man völlig unbemerkt plötzlich Bienenprofi ist. Ein Comic-Buch für Erwachsene, Kinder, und gemeinsam für die den Erhalt der kleinen Wunderwesen.

Bienen – jede Menge spannende Fakten rund um die Biene – Sachbuch im Comic Syle ist für 12,90 Euro erhältlich.

„Energie!“ Über diverse Themen im Star Trek Universum

Ich weiß zu wenig, um mich einen Trekkie zu nennen*, aber aktuell flüchte ich mich gern in ein Universum, in dem die Menschen auf der Erde als „United Earth“ agieren und die Neugier und Erforschung des Universums im Zentrum steht… ich liebe Science Fiction für die ethischen, gesellschaftlichen und sozialen Themen und Utopien und möchte in diesem Artikel einmal auf ein Paar Episoden schauen, die mir im Hinblick auf Diversität, Inklusion, alternative Lebensentwürfe und Gesellschaft im Gedächtnis geblieben sind. Vielleicht gefallen sie euch auch!

Buch der Woche Nr. 30: Die Allgemeine Erklärung der Menschenrechte für junge Menschen von Cai Schmitz-Weicht und Ka Schmitz

Wie kann es sein, dass dies das erste Kinderbuch ist, das ich vorstelle? Dabei lese ich SO viele davon, und dieses ist GANZ besonders nach meinem Geschmack: Es ist toll geschrieben, die Illustrationen sind ganz wundervoll und so ganz nebenbei lernt bzw. bildet man sich, und zwar über DIE MENSCHENRECHTE!

Ein kleiner Reminder (aus dem Buch gekürzt): Nach dem zweiten Weltkrieg sollten nie wieder so viele Menschen gequält und getötet werden – die Generalversammlung der Vereinten Nationen formulierte daher 1948 die Menschenrechte als gemeinsames Ziel. Mehrere internationale Verträge wie die UN Kinderrechtskonvention und auch das Deutsche Grundgesetz beziehen sich darauf.

Style in Progress* – Abgucken, neu mischen, Meins draus machen

Zwei Wochen ist es schon her, dass Luise beim Vizthink Rhein-Main Meetup ihren Weg zum eigenen Stil geteilt hat (mit wunderbaren Übungen und Tipps! Hier geht’s zum Nachbericht). Kurz darauf war ich einige Tage bei einer Krav Maga Fortbildung und wieder taten sich einige Parallelen auf. Dieser Artikel ist über Vorbilder und lebenslanges Lernen.

Ungelesenes Buch Woche – Update: Wie kann ich was bewegen von Raul Krauthausen und Benjamin Schwarz

Es ist Anfang 2022 und ich will was bewegen! Das ist kein Neujahrsvorsatz, sondern ein Gefühl, eine Erkenntnis und fester Wille mit dem mich das Buch zurückgelassen hat.

„Wie kann ich was bewegen“ ist auf der Basis von Interviews mit Deutschlands bekanntesten AktivistInnen entstanden und damit ein Rundumschlag um die Motivation, Hintergründe, Geschichten, Aktionen und Perspektiven von 16 sehr beeindruckenden jungen Menschen, die sich gegen Radikalisierung, Hassrede, Sexismus und für Integration, Klimagerechtigkeit, Demokratie, Antirassismus oder die Finanzwende einsetzen – und wirklich Einiges bewegen. Das Buch ist kein Interviewband, sondern strukturiert zusammen mit guter Recherche und schöner Schreibe die Erkenntnisse fast zu so etwas wie einer Anleitung zum konstruktiven Aktivismus. Ich sage fast, weil es gleichzeitig viel Raum für die lesende Person lässt, wie sie diesen Aktionismus für sich interpretiert und definiert.

Die Interviews dazu sind im Podcast „Wie kann ich was bewegen“ verarbeitet und umbedingt hörenswert! Ich habe im Buch und den Podcasts unfassbar viel gelernt, und bin auf so viele Organisationen und Menschen gestoßen, die ich ab sofort unterstützen werde.

Bei all den Dingen, die wir ändern müssen – das Buch gibt durchaus Hoffnung, dass sich etwas ändern kann. Bis ich herausgefunden habe, was ich ganz persönlich tun kann, habe ich von einigen Organisationen und Menschen erfahren, die ich durch meine Stimme oder meine Spende unterstützen kann. Darum würde ich – Nein, ich werde – das Buch auch noch viele weitere Male verschenken.

Wie kann ich was bewegen ist 2021 bei der Edition Körber erschienen, hat 307 Seiten und kostete  18 Euro.

Die großen und kleinen F**k-ups des Lebens und: Du machst was du trainierst

Wer kennt’s – der Workshop ist minutiös geplant, alle Teilnehmenden ready, und ZACK – wie gerufen geht die Präsentation (oder das Internet) nicht mehr. Oder: Du bist bereit für den großen Termin, die Tasche gepackt, nur noch den letzten Schluck Kaffee und dann ab ins Taxi. Und SCHLURPS – Kaffee auf Bluse/Hemd und wahlweise Laptoptasche (oder noch schlimmer: Skizzenblock/Notizbuch!). Oder… du bist absolut ready für den nächsten Karriereschritt, der Kalender ist voll und – KAPOW, eine Pandemie bricht los. Keine Sorge, das ist kein weiterer Artikel darüber, wie jedes Übel auch eine Chance ist.

Vielmehr geht es mir um den Moment, in dem etwas Unerwartetes, Ungeplantes plötzlich passiert, und wir umschalten müssen. Dieser „Oh SH**t – hm ok gut dann eben so“- Moment. Für mich ganz persönlich geht es um das Muscle Memory (Muskelgedächtnis) – wenn ihr wollt, könnt ihr an dieser Stelle auch ein Buzzword wie Resilienz einfügen oder vielleicht lieber ein Zitat?

Everyone has a plan until they get punched in the face (oder „the mouth“, Mike Tyson)

BUCH DER WOCHE Nr.22: Wie kann ich was bewegen? Von Raul Krauthausen und Benjamin Schwarz

Das Buch der Woche habe ich noch nicht gelesen – ja, es ist ein Novum, und wir, das Greymatters-Team, haben uns dafür entschieden: Dafür, hier auch Erwartungen an Bücher zu teilen, die wir NOCH nicht gelesen haben. Dafür, einen Austausch mit euch anzustoßen, mit jenen, die das Buch auch noch lesen wollen (vielleicht auch durch diesen Artikel neugierig werden), und mit denen, die es bereits gelesen haben und ergänzen können, wie die Erwartungen sich mit dem Leseerlebnis decken. Natürlich gibt es dann auch von uns ein Update, nachdem wir bzw. Ich, Kathe, das Buch gelesen haben bzw. hat.

Nun aber zum Buch: An Raul Krauthausen kommt man, wenn man sich mit Inklusion beschäftigt, nicht vorbei – warum auch, eigentlich will ich nicht an ihm vorbei, sondern mitgehen, lernen, wie ich Menschen erreiche und Dinge verändere. Dann hörte ich sein Interview im Podcast mit Carola Rackete, und dort stolperte ich das erste mal über den konstruktiven Aktivismus (zum Podcast)…

Gewaltfreie Komplimente gegen schiefe Haussegen an Weihnachten

Egal wie Weihnachten bei euch aussieht – ich dachte, ich wage zu diesem Anlass einen Aufschlag zur sogenannten gewaltfreien Kommunikation (GfK). Das von Marshall Rosenberg in den 1960ern entwickelte Konzept hilft mir persönlich sehr bei der wertschätzenden Kommunikation, Lösung oder Prävention von Konflikten und auch beim Verständnis und der Empathie für andere.

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